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Daniel Kehlmann: Tyll

Roman | Rowohlt Verlag | Hardcover | € 22,95
Daniel Kehlmann schickt die Gestalt des Tyll Ulenspiegel in die Wirren des Dreißigjährigen Krieges. Tyll, der Gaukler, der Schelm, der Narr ist im Roman aber nur eine von vielen Figuren. Er ist die Klammer, die alles zusammenhält und immer wieder auftaucht, als Seiltänzer auf der Straße, als Hofnarr am königlichen Hof. Nach der Hinrichtung seines Vaters, des Müllers Claus Ulenspiegel, flieht der junge Tyll zusammen mit der Bäckerstochter Nele, lebt fortan auf der Straße und wird allmählich zu Ulenspiegel, dem Spötter, dem berühmten Spaßmacher. Aber eigentlich geht es um die Verheerungen des Krieges, die aus vielfältiger Perspektive beschrieben werden, derjenigen der kleinen Leute im Volk, aber auch des „Winterkönigs“ und seiner unglücklichen Gattin Elisabeth Stuart. Die Mischung aus Fiktion und geschichtlicher Realität lässt ein faszinierendes Panorama des Dreißigjährigen Krieges entstehen, beschreibt aber auch, was Gewalt, Hunger, Seuchen und die Gräuel des Krieges bei den Menschen anrichten.